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Körperlichkeit – Ein feministisch-interreligiöser Dialog

hrsg. v. Judith Stofer – Rifa’at Lenzin, Markt Zell – Würzburg: R & K-Verl., 2007. Mit weiteren Beiträgen von Doris Brodbeck, Denise Buser, Amira Hafner-Al-Jabaji, Tanja Kröni, Susanne Schneeberger Geisler; 198 S., ISBN 978-3-933891-18-1, EUR 19,90; CHF 30,50

Frauen und Männer sind in Europa grundsätzlich gleichgestellt. Religiöse Gemeinschaften und Kirchen tragen dieser Rechtslage aber nur beschränkt Rechnung. Welche Auswirkungen zeigen die im religiösen Bereich gepflegten Frauen- und Geschlechtervorstellungen auf das Lebensgefühl von Frauen? Wie wirken sich unterschiedliche religiöse bzw. konfessionelle Umstände auf das Erleben von Sexualität, Mutterschaft, Berufsleben und religiöse Repräsentation aus?
Diesen Fragen, die unter dem Stichwort „Körperlichkeit“ zusammengefasst sind, geht das Interreligiöse Frauenforum IFF in Form von kurzen Essays nach. Im Einzelnen geht es um Vorstellungen von Körperlichkeit bei Gottesbildern, um Haare, Schmuck und Schleier, um Frau-Sein zwischen Hure und Madonna, um Regel, Blut und weiblichen Zyklus, um Ehescheidung, um Dienen sowie um Frauen als Priesterinnen.
Seit dem Jahr 2000 trifft sich die Autorinnengruppe (Frauen jüdischer, muslimischer und christlicher Konfessionen) zum interreligiös-feministischen Dialog. Ziel ist es, nicht über andere Religionen und Konfessionen zu sprechen, sondern Fragen zum Thema Körperlichkeit aus der eigenen Religion aufzugreifen und zu diskutieren. Frauen der je anderen Religionen bzw. Konfessionen haben wiederum in Form kurzer Essays auf die einzelnen Beiträge reagiert und eine Replik aus ihrer Sicht formuliert. So ergibt sich eine dialogische Sammlung von Essays, die einerseits den Dialog dokumentiert, andererseits Anregung zum Weiterdenken liefert.

Die Herausgeberinnen
Judith Stofer
geb. 1959 in Wettingen AG hat in Fribourg und Paris katholische Theologie studiert. Weitere Studienaufenthalte in Genf und Nijmegen. Seit 1989 ist sie journalistisch und publizistisch tätig und lebt in Zürich. Zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich von Religion, Frauen und Gesellschaft.

Rifa’at Lenzin
geb. 1954 in Bern, pakistanisch-schweizerischer Hintergrund. Studium der Islamwissenschaft, Religionswissenschaft und Philosophie in New Delhi, Zürich und Bern. Sie arbeitet freiberuflich als Islamwissenschaftlerin und Publizistin.

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