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"Tausend Jahre wie ein Tag ..."

hg. v. Bernd H. Stappert

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Das zweite Jahrtausend im Spiegel von zehn Tagen
 
2000; Br.; 21,0 x 14,8 cm; 228 S.; ISBN 3-933891-08-6

In zehn Essays wird je ein Jahrhundert des nun vergangenen zweiten Jahrtausends thematisiert. Die Autoren geben Einblick in historisch bedeutsame Vorgänge des jeweiligen Jahrhunderts. Vor allem aber machen sie ihr Thema auf seine Bedeutung für die Gegenwart transparent. So bietet das Buch eine Standortbestimmung am Beginn des dritten Jahrtausends und Hinweise auf künftige Aufgaben in den Bereichen Wissenschaft, Kultur, Religion und Politik unserer Gesellschaft. Im einzelnen geht es unter anderem um frühe Visionen von einem geeinten Europa, um die Möglichkeiten eines Kulturfriedens mit dem Islam, um die Reformfähigkeit unserer Gesellschaft, um den Umgang mit dem europäischen Jahrtausenderbe des Antijudaismus, um das Gut der Religions- und Meinungsfreiheit, um die Rolle der Kirche im Pluralismus, um die Integration von Intellekt und Gefühl, um den Umgang mit Leid in einer aufgeklärten Gesellschaft, um die noch andauernde Wirkung gescheiterter Demokratiebestrebungen in Deutschland und um das problembeladene Verhältnis zum Totalitarismus in Deutschland und manches mehr.

Aus dem Inhalt
Bernardin Schellenberger: Die Utopie der einen Welt. Die Vision des geeinten Europa von König Heinrich III im 11. Jh. - Eberhard Hermes: Die Welt der drei Ringe. Europas Prägung durch den Islam des 12. Jh. - Helmut Feld: Ketzer, Kaiser, Kirchen - Zeichen einer neuen Zeit. Aufbrüche und Umbrüche von visionärer Kraft bei Kaiser Friedrich II und Franz von Assisi im 13. Jh. - Peter Kamber: Im Zeichen des schwarzen Todes. Das europäische Erbe von Judenhasses und Judenmord aus dem 14. Jh. - Jan Milic Lochmann: "Gönnt jedermann die Wahrheit". Das kostbare Gut der Glaubens- und Meinungsfreiheit bei Jan Hus im 15. Jh. - Wolfgang Huber: "Mit außerordentlicher Leidenschaft". Luthers Heils- und Freiheitsverständnis als Wurzel des modernen Pluralismus. - Klaus Ulrich Leistikow: Der hochbetagte Tag oder: Die Unendlichkeit kommt in Sicht. Zur Integration von exakter Wissenschaft und Mystik bei Blaise Pascal im 17. Jh. - Ulrich Kronauer: "Le désastre de Lisabonne". oder die Frage: Ist alles gut? Die Erschütterung der Aufklärung durch menschliches Leid bei Goethe, Kant, Voltaire, Leibniz, Melchior Grimm und Rousseau im 18. Jh. - Michael Winter: Deutsche Umwege in die Demokratie. Die gescheiterte Demokratisierung Deutschlands im 19. Jh. als Hypothek bis heute. - Peter Steinbach: "Wenn jeder wartet, bis der andere anfängt ..." Widerstehen im Jahrhundert der Diktaturen. Der Widerstand der Geschwister Scholl als prägendes Erbe für das 21. Jh.

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